Feuerwehr Hofbieber
 
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Über 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hofbieber - Mitte
- Chronik -

1. Vereinsgründung und Mitgliederentwicklung

Am 6. April 1937 versammelte sich die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr.

Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Barthelmes aus Gersfeld und Bürgermeister Wilhelm Beck gründeten 21 Hofbieberer Männer die Freiwillige Feuerwehr Hofbieber.

Erster Ortsbrandmeister wurde Johann Flügel, sein Stellvertreter Eugen Weber.

1939 - zwei Jahre nach der Vereinsgründung - wurde die 1. Tragkraftspritze angeschafft.

Durch die vielen Einberufungen beim Ausbruch und während des zweiten Weltkrieges wurde die Wehr stark geschwächt. Einige Kameraden kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Somit musste im Jahre 1946 die Wehr wieder in geordnete Bahnen gebracht werden. Zum neuen Ortsbrandmeister wurde - unter Mitwirkung von Bürgermeister Leitschuh - Otto Weber gewählt. Stellvertreter und Schriftführer wurde Franz Beck. Die Wehr zählte nun 41 aktive und 11 passive Mitglieder.

Die Folgezeit war von großem Gemeinschaftssinn getragen, die der Feuerwehr in mannigfacher Weise Gelegenheit gab, sich auszuzeichnen. Mit der vorhandenen Motorspritze wurde zunächst in zahlreichen Übungen für den Ernstfall geprobt.

Diese Aktivitäten setzten sich in den Folgejahren fort. Durch ergänzende Schulungen, Lehrgangsbesuche und sich verbessernde technische Ausrüstung wurde die Schlagkraft der Wehr ständig erhöht.

Auch die Mitgliederzahl nahm stetig zu. Im Jahre 1962, 25Jahre nach ihrer
Gründung, hatte die Feuerwehr 57Mitglieder, beim 40-jährigen Bestehen 92
Mitglieder, zum 50-jährigen Jubiläum 139 Mitglieder und in 1997, zum
60-jährigen Bestehen, 172 Mitglieder.

Zum 75-jährigen Jubiläum in 2012 zählt die Feuerwehr 225 Mitglieder.
Davon waren 25 Mitglieder Jugendfeuerwehr- und 60 aktive Feuerwehrmänner.

Die Alters- und Ehrenabteilung bestand aus 21 Kameraden. 119 Mitglieder unterstützen den Verein als fördernde Mitglieder.

Auch in der Folgezeit hat sich die Mitgliederzahl positiv weiterentwickelt.

Die Feuerwehr ist auch für Jugendliche ein attraktiver Verein geworden. Seit der Gründung der Jugendfeuerwehr am 29.11.1970 und ergänzenden Aktivitäten im
Rahmen einer Übergangsgruppe hat die Feuerwehr keine Nachwuchssorgen.

 

2. Vereins- und Wehrführung

Nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wurde diese von 1937 bis in den zweiten Weltkrieg von Johann Flügel und seinem Stellvertreter Eugen Weber geführt. 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von 1946 bis 1962 die Feuerwehr von Ortsbrandmeister Otto Weber geführt, der einige Jahre auch Bezirksbrandmeister war. Sein Stellvertreter war Franz Beck.

In den darauffolgenden vier Jahren wurde die Wehr von Ortsbrandmeister Wilhelm Huder und seinem Stellvertreter Oskar Diegelmann geführt.

Von 1966 bis 1973 lag die Führung der Feuerwehr in den Händen von
Ortsbrandmeister Oskar Diegelmann und seinem Stellvertreter Wigbert Mihm.

Durch die Gebietsreform im Jahre 1972 wurden die Wehren der einzelnen Ortsteile umorganisiert. Die bisherigen Ortsbrandmeister wurden als Wehrführer eingesetzt. Seit dieser Zeit ist übergeordnet ein Ortsbrandmeister (heute Gemeindebrandinspektor) für alle Wehren der Großgemeinde Hofbieber verantwortlich.

Seit diesem Zeitpunkt trägt unsere Wehr die Zusatzbezeichnung Hofbieber-Mitte.

Nach der Gebietsreform wurde Otmar Mihm zum neuen Ortsbrandmeister gewählt.

Oskar Diegelmann war hier bereits zum Kreisbrandmeister ernannt worden.

Zum neuen Wehrführer und gleichzeitig 1. Vorsitzenden der Feuerwehr
Hofbieber-Mitte wurde 1973 Alfred Diegelmann und zu seinem Stellvertreter Edgar Kuchenbrod gewählt, die dann die Wehr bis 1978 führten.

Nachdem Alfred Diegelmann 1977 zum neuen Ortsbrandmeister gewählt worden war, übernahm Edgar Kuchenbrod von 1978 bis 1983 die Wehrführung. Gleichzeitig war er auch 1. Vereinsvorsitzender. Stellvertreter in dieser Zeit waren Alfred Diegelmann und Werner Trapp.

Von 1983 bis 2003 wurde die Feuerwehr Hofbieber-Mitte von Gerhard Brehl als
Wehrführer und 1. Vorsitzender geführt.

In dieser Zeit waren

  • von 1983 bis 1993 Edgar Kuchenbrod und Karl Weber
  • von 1993 bis 1997 Karl Weber und
  • von 1997 bis 2003 Thomas Diegelmann

stellvertretende Wehrführer.

Stellvertretender Vereinsvorsitzender war von 1983 bis 2003 Karl Weber.

In der Zeit 2003 bis 2013 wurde der Verein „Feuerwehr Hofbieber – Mitte“ von Manfred Baier als Vorsitzenden und Thomas Diegelmann als stellvertretenden Vorsitzenden geführt.

Im gleichen Zeitraum (2003 bis 2013) wurde die Einsatzabteilung der Feuerwehr von Thomas Diegelmann als Wehrführer geführt.

In dieser Zeit waren

  • von 2003 bis 2010 Rüdiger Ratz und
  • von 2010 bis 2013 Matthias Kümmel

stellvertretende Wehrführer.

Vereinsvorsitzender seit Anfang 2013 ist Marco Scholz und stellvertretender Vereinsvorsitzender seit diesem Zeitpunkt ist Matthias Kümmel.

Seit Anfang 2013 wird die Einsatzabteilung von Wehrführer Matthias Kümmel und seinem Stellvertreter Georg Evers geführt.

Entsprechend dem Bedarfs- und Entwicklungsplan der Gemeinde Hofbieber
sind seit  Anfang 2008 die aktiven Feuerwehrmänner der Feuerwehr Allmus als 3. Löschzug in die Einsatzabteilung der Feuerwehr Hofbieber-Mitte integriert.

Der Verein „Feuerwehr Allmus“ bleibt inklusive ihrer aktiven Mitglieder unverändert als eigenständiger Verein bestehen.

 

3. Jugendfeuerwehr

Am 29.11.1970 wurde die Jugendfeuerwehr unter dem damaligen Ortsbrand­meister Oskar Diegelmann mit zunächst 19 Jugendfeuerwehrmännern gegründet.

Die Jugendfeuerwehr wurde von folgenden Jugendwarten betreut:

1970 - 1978          Karl Weber

1978 - 1988          Lothar Stock

1988 - 1992          Markus Diegelmann

1992 - 2000          Jürgen Weber

2000 - 2003          Axel Plappert

2003 - 2009          Carsten Trabert

2009 - 2013          Georg Evers

seit 2013              Benjamin Brehl

Um Nachwuchssorgen rechtzeitig gegen zu wirken wurde 1996 eine „Übergangsgruppe“ ins Leben gerufen, die auf Gemeindeebene nach wie vor sehr aktiv ist.

In der „Übergangsgruppe“ wird eine interessante und vielfältige Aus- und Weiter-bildung junger Feuerwehrmänner und -frauen vorgenommen, um die aus der
Jugendabteilung ausscheidenden Jugendfeuerwehrmitglieder zu halten und in die Einsatzabteilung zu integrieren.

Für dieses Konzept und die erfolgreiche Umsetzung wurde die Feuerwehr Hofbieber-Mitte mehrfach für besondere Leistungen in der Nachwuchsarbeit ausgezeichnet.
 

4. Rechtsform des Vereins

Im Verlauf der über 75-jährigen Vereinsgeschichte wurde auch mehrfach die Vereinssatzung unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Landesgesetze und den dazu ergangenen Verordnungen und Richtlinien überarbeitet bzw. aktualisiert.

Die derzeit gültige Satzung trat im Februar 2002 in Kraft.

Danach wurde die Eintragung des Feuerwehrvereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Fulda vorgenommen.

Seit diesem Zeitpunkt hat unser Verein die Rechtsform eines eingetragenen Vereines und trägt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Hofbieber-Mitte e. V.“.

 

5. Fahrzeugpark und Ausrüstung

Die Anforderungen an die Feuerwehr nahmen im Laufe der Zeit ständig zu.

Neben den Brandeinsätzen wurde die Wehr auch immer mehr zu Hilfeleistungseinsätzen bei Verkehrsunfällen, Beseitigung von Ölschäden, Sturmschäden, Hochwassereinsätzen, Insekteneinsätzen usw. gerufen.

Diese Tätigkeiten setzten nicht nur einen guten Ausbildungsstand der Wehrmänner und ständige Einsatz­bereitschaft voraus, auch das Vorhandensein der technischen Ausstattung, die nötigen Geräte und die verschiedenen Fahrzeuge sind erforderlich. Aus diesem Grund wurde auch seitens der Wehrführung immer darauf geachtet, möglichst auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben.

So wurde 1964 eine neue Motorspritze angeschafft, die die erste Motorspritze aus dem Jahre 1939 ersetzte.

1969 wurde das erste Feuerwehrfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit Vorbaupumpe übergeben. Hierbei wurden auch die ersten Atemschutzgeräte mit angeschafft.

Das erste Funkgerät wurde 1974 in Betrieb genommen.

Aus Vereinsmitteln wurde 1978 ein beschädigter VW-Bus erworben, der von einigen Feuerwehrkameraden in Eigenleistung zum Kommando- bzw. Einsatzleitwagen aufgebaut wurde.

1979 wurde der Feuerwehr Hofbieber vom Land Hessen ein Schlauchwagen SW 1000 zur Verfügung gestellt.

Um den Brandschutz in der großflächigen und stark bewaldeten Großgemeinde zu verbessern, erhielt die Wehr 1980 ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25.

1981 wurde das neue Tanklöschfahrzeug mit Rettungsschere, Spreizer und sonstigen Hilfeleistungsgeräten vervollständigt.

Die ersten Meldeempfänger wurden 1986 angeschafft, so dass ab diesem
Zeitpunkt die Alarmierung der Feuerwehrmänner zu kleineren und mittleren
Brand- und Hilfeleistungseinsätzen ohne Sirenenlauf und somit für die
Bevölkerung still erfolgt.

1990 wurde ein gebrauchtes Tragkraftspritzenfahrzeug in Eigenleistung zu einem Ölschadensfahrzeug um- bzw. aufgebaut.

Einen neuen Einsatzleitwagen ELW 1,  als Ersatz für den 1978 aufgebauten VW-Bus, erhielt die Feuerwehr 1992.

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 aus 1969 wurde in 1993 durch ein neues
Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit Gefahrgutbeladung ersetzt.

In 1996 erhielt unsere Wehr von der Partnerwehr Laatzen einen gebrauchten Rüstwagen RW 2, der auch das alte Ölschadensfahrzeug ersetzte. Finanziert wurde der Rüstwagen im Wesentlichen durch Firmensponsoren aus dem Raume Hofbieber und aus Vereinsmitteln.

1997 wurden neue, stärkere Rettungsgeräte (Rettungsschere und Spreizer) angeschafft, mit denen dann auch Bergungsarbeiten an Fahrzeugen mit Seitenaufprallschutz wirkungsvoller durchgeführt werden können.

In 2002 wurde - im Wesentlichen aus Vereinsmitteln - ein gebrauchtes BMW-Polizeifahrzeug erworben, das in Eigenleistung zu einem Mannschaftstransportwagen (MTW) umgerüstet bzw. umgestaltet wurde.

2004 wurde dieses Fahrzeug nach einem Unfall durch ein gebrauchtes BGS-
Fahrzeug (VW-Bus) ersetzt, das ebenfalls in Eigenleistung zu einem MTW um- bzw. aufgerüstet wurde.

2009 wurde ein Gerätewagen Logistik GW-L beschafft, der auch den SW 1000 aus dem Jahre 1979 ersetzte.

Der neue GW-L kann mittels Hubbühne und fahrbaren Containern schnell und flexibel be- bzw. umgeladen werden.

Für eine schnelle Einsatzfähigkeit dient folgende Grundbeladung:

  • Schlauch-Container mit 2400m B-Schlauch zzgl. 100m Rollschläuche
  • Roll-Container für Waldbrandbekämpfung
  • Roll-Container für Verkehrsflächenreinigung

Je nach Einsatzart kann der GW-L unter anderem auch mit folgenden im Feuerwehrhaus gelagerten Ersatz- bzw. Zusatzcontainern beladen werden:

  • 2 Roll-Container für Gefahrgut
  • Roll-Container mit Abstützmaterial
  • Roll-Container mit Rüstholz

Zum schnellen be- und umladen des GW-L wurde in 2009 auch ein gebrauchter, gasbetriebener Gabelstapler beschafft.

Da der Rüstwagen RW2 veraltet (33 Jahre alt) und eine Ersatzbeschaffung nicht möglich war, wurde 2012 anstelle des RW2 (der ausgemustert wurde) und des LF8/6 (das über einen Ringtausch innerhalb der Gemeinde an die Feuerwehr Schwarzbach ging) ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 für die Feuerwehr Hofbieber-Mitte beschafft.

Das HLF ist u. a. mit einem 2000 l Wassertank, Gerätschaften für technische Hilfeleistungen einschließlich hydraulischer Rettungsgeräte, Seilwinde, Stromaggregat und Lichtmast, Sprungretter sowie Gerätschaften für den Ersteinsatz ausgestattet.

Ein Teil dieser Ausrüstungsgegenstände und Gerätschaften wurden neu angeschafft bzw. ersatzbeschafft.

Auch wurden Ausrüstungsgegenstände des ausgemusterten RW2 in den GW-L verlagert.

In 2013 wurde im Zuge des gemeindlichen Fahrzeugringtausches auch das im Feuerwehrhaus Allmus stationierte Tragkraftspritzenfahrzeug TSF (das ausgemustert wurde) durch ein neueres TSF (das zuvor bei der Feuerwehr Wiesen eingesetzt war) ersetzt.

Auch wurde im Jahr 2013 mit der Umstellung des bisherigen Analogfunk auf Digitalfunk begonnen. Hierzu mussten Zug um Zug die Fahrzeugfunkanlagen, die Handsprechfunkgeräte und die festeingebauten Funkanlagen ersetzt werden.

Um auch bei Verkehrsunfällen - bei denen neuere und weiterverbesserte Fahrzeuge beteiligt sind - weiterhin wirkungsvolle Bergungsarbeiten durchführen zu können, wurden Ende 2015 neue stärkere und verbesserte hydraulische Rettungsgeräte (Schneidegerät, Spreizer und Rettungszylinder) angeschafft, die wiederum im HLF 20/16 untergebracht wurden.

 

6. Feuerwehrunterkünfte

Durch den ständig wachsenden Ausrüstungs-, Geräte- und Fahrzeugpark wurden zwangsläufig auch mehr Räumlichkeiten bzw. Unterstellmöglichkeiten erforderlich.

Im Jahre 1957 wurde im Bereich Fuldaer Straße/An der Insel ein neues Geräte­haus mit Schlauchturm errichtet, welches das alte Spritzenhaus aus der Pflichtfeuerwehrzeit ersetzte.

Dieses Gerätehaus reichte bereits nach gut 20 Jahren für die Unterstellung der in 1979/1980 erhaltenen bzw. angeschafften Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr aus.

Als Zwischenlösung wurde 1980 die von Bernhard Müller zur Verfügung gestellte Scheune in Eigenleistung und mit Vereinsmitteln zur vorübergehenden Unterstellung des Tanklöschfahrzeuges und des Einsatzleitwagens umgebaut.

1983/1984 wurde unser derzeitiges Feuerwehrhaus errichtet, welches dann im
August 1985 eingeweiht wurde.

Die Wehrmänner erbrachten hierzu über 4.000Eigenleistungsstunden und investierten eine höhere Summe aus ihrer Vereinskasse für Geräte und Einrichtungsgegenstände.

Zur Unterstellung diverser Gerätschaften - die teilweise in der Waschhalle gelagert waren - wurde 2005 nördlich des Feuerwehrhauses im Anschluss an die Malteser-Garage ein neues Mehrzweckgebäude in Eigenleistung (ca. 1.200 Stunden) errichtet.

Von der Gemeinde wurden hierfür nur die Materialkosten getragen.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug und die Ausrüstungen der Feuerwehr Allmus, deren aktive Feuerwehrmänner seit 2008 als 3. Löschzug in die Einsatzabteilung der Feuerwehr Hofbieber-Mitte integriert sind, sind unverändert im Feuerwehrhaus Allmus untergebracht.

 

7. Aus- und Weiterbildung

Eine Feuerwehr ist jedoch erst einsatzstark, wenn

  • die einzelnen Feuerwehr­männer und -frauen gut ausgebildet werden
  • die ihr zur Verfügung stehenden Geräte, Ausrüstungen und Fahrzeuge richtig eingesetzt werden
  • durch ständige Übungen und Nachschulungen die Feuerwehrleute auf möglichst viele unterschiedliche Einsatzfälle vorbereitet bzw. eingestellt werden

Auch dies wurde und wird von der Feuerwehr Hofbieber nachhaltig praktiziert.

Alleine in den letzten 5 Jahren wurden durch unsere Wehrmänner und -frauen zusammen 180 Lehrgänge und Seminare erfolgreich besucht.

In ergänzenden Großübungen wurde und wird das Zusammenspiel mehrerer Wehren für den Ernstfall geprobt.

 

8. Großeinsätze

Infolge des guten Ausbildungs- und Ausrüstungsstandes konnte unsere Wehr in der 75-jährigen Vereinsgeschichte bei zahlreichen Einsätzen in Not geratene Menschen und Tiere helfen, retten bzw. bergen, das Hab und Gut Anderer schützen sowie mit dazu beitragen, die Schäden möglichst gering zu halten.

Nachfolgend nur einige Großeinsätze, bei der unsere Wehr wertvolle Hilfe leisten konnte:

1953  Großbrand Wirtschaftsgebäude Sondergeld in Hofbieber

1966  Großbrand auf Schloss Bieberstein

1971  Großbrand Wirtschaftsgebäude Langgut und Schlehuber in Allmus

1973  Großbrand Wirtschaftsgebäude Schäfer und Diegelmann in Niederbieber

1974  Großbrand Wirtschaftsgebäude Seng in Langenberg

1975  Großbrand Wirtschaftsgebäude Reinhard in Elters

1980  Großbrand Wirtschaftsgebäude Villmar in Langenberg

1988  Militär-Kranwagenunfall bei Wiegand in Elters

1991  Großbrand Wirtschaftsgebäude Villmar und Will in Langenberg

1993  Großbrände Wirtschaftsgebäude Goldbach in Elters sowie Wirtschafts­gebäude Müller und Fröhlich in Niederbieber

1997  Großbrand Wirtschaftsgebäude Kirsch in Traisbach sowie Wirtschaftsgebäude Dücker in Allmus

1999  Schwerer Verkehrsunfall bei der Königsmühle, Befreiung eingeklemmter Personen, Tierrettung, Aufnahme von ausgelaufenem Öl im Wasser und Erdreich

2003  Flächen- bzw. Waldbrand auf der Milseburg

2004  Mehrere Hochwassereinsätze im Gemeindegebiet

2006  Großbrand, drei Wirtschaftsgebäude und zwei Wohnhäuser, in Obernüst

2007  Großbrand Kreissporthalle Hofbieber sowie mehrere größere Sturmschadens- und Hochwassereinsätze im Gemeindegebiet

Auch wurde unsere Wehr zu zahlreichen Großbränden in benachbarte Großgemeinden, zu größeren Waldbränden in den Raum Ehrenberg und in den Michelsrombacher Wald sowie zu Großbränden in das Industriegebiet Fulda-West und zum Sägewerk Hainzell gerufen, wobei wir ebenfalls wertvolle Hilfe leisten konnten.

Neben den klassischen Brandeinsätzen kamen in den letzten Jahren mehr und mehr technische Hilfeleistungseinsätze wie z. B. Bergen von eingeklemmten Personen bei Unfällen, Auffangen und Binden wassergefährdenter Stoffe, Beseitigung von Ölspuren usw. hinzu.

In den letzten Jahren waren im Durchschnitt pro Jahr 30 Brand- und Hilfeleistungs­einsätze zu verzeichnen.

 

9. Vereinsaktivitäten

Eine weitere wesentliche Voraussetzung für eine gut funktionierende Feuerwehr ist eine echte Kameradschaft.

Diese wurde und wird durch entsprechende Vereinsarbeit, gemeinsame Aus-
flüge, Zeltlager, Kameradschaftsabende sowie kleinere und größere Festveranstaltungen gefördert.

Das traditionelle Vatertagsfest am Feuerwehrhaus, das zunächst auf dem von der Feuerwehr in 1973 errichteten Grillplatz Farrod stattfand, hat sich inzwischen zu einem gut besuchten öffentlichen Familienfest entwickelt.

Hierüber und durch die Beteiligung der Feuerwehr an Veranstaltungen anderer
Vereine, z. B. Fastnachtsumzüge, ist die Feuerwehr auch in das Vereins- und
Dorfleben gut integriert.

Zur Verbesserung der vorweihnachtlichen Stimmung wurde 2002 von den Kameraden der Feuerwehr ein großer Adventskranz angefertigt, der seitdem jedes Jahr vor dem Gemeindezentrum aufgestellt wird.

Bewickelt wird der Kranz von den Frauen der KfD Hofbieber.

Auch der Kontakt zu anderen Wehren wurde schon früh durch festliche Aktivitäten und sonstige Feuerwehrveranstaltungen gesucht.

So wurde unter anderem von unserer Wehr

1957  der Bezirksfeuerwehrtag mit Einweihung des Gerätehauses

1962  der Bezirksfeuerwehrtag in Verbindung mit 25-jährigem Jubiläum und Fahnenweihe

1969  der Bezirksfeuerwehrtag mit Fahrzeugübergabe

1977  der Bezirksfeuerwehrtag in Verbindung mit 40-jährigem Bestehen

1981 der Kreisjugendfeuerwehrtag

1987 der Bezirksfeuerwehrtag in Verbindung mit 50-jährigem Jubiläum

1997 der Bezirksfeuerwehrtag in Verbindung mit dem 60-jährigen Gründungsfest

2002  die Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Hofbieber

ausgerichtet.

 

10. Partnerfeuerwehr

Neben der Zusammenarbeit mit heimischen Feuerwehren wurde auch der Kontakt zu überregionalen Feuerwehren gesucht.

So besteht seit 1980 eine freundschaftliche Verbindung zur Feuerwehr Laatzen bei Hannover.

Erste Kontakte wurden seinerzeit bei einem Ausflug der Feuerwehr Laatzen in die Rhön - wo sie in Hofbieber übernachteten - geknüpft.

Im Rahmen von Vereinsausflügen, Jubiläumsveranstaltungen, Einweihungen, Kameradschaftsabenden und im Zuge von Messe- und Ausstellungsbesuchen wurde diese Verbindung weiter gefestigt und zu einer sehr guten freundschaftlichen Verbindung ausgebaut.

Auch sind die Jugendabteilungen der beiden Wehren mit zum Teil eigenen Aktivitäten, (z. B. Ausflüge, gemeinsame Zeltlager) in diese freundschaftliche Beziehung mit eingebunden.

Im September 2015 wurde im Rahmen eines entsprechenden Festes die Feuerwehrfreundschaft zwischen Laatzen und Hofbieber in Hofbieber gemeinsam gefeiert.

 

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“

 

Hofbieber, Februar 2016

 
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