Feuerwehr Hofbieber
 
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Feuerwehr Hofbieber    

Einsatz am 09.08.2003
Waldbrand auf der Milseburg

Am Abend des 09.08.2003 gab es um 23.50 Uhr in der Hochrhön Feueralarm.

Unabhängig voneinander wurden Informationen bekannt, wonach "auf der Milseburg" ein Feuerschein zu sehen sei. Einige der alarmierten Löschmannschaften bestätigten kurz vor Mitternacht die Existenz eines Waldbrandes. Nach ersten Meldungen brannte "unterhalb der Milseburg-Hütte" sowie auf dem östlichen Bergteil im Bereich der so genannten "kleinen Milseburg" eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern.

In Alarmbereitschaft versetzt wurden während der Nacht nach und nach fast alle Ortsteilwehren sowie die Stützpunktwehr von Hofbieber. Auch waren mehrere Landwirte mit großvolumigen Wasserfässern an der Einsatzstelle. Die Löscharbeiten unter Leitung von Gemeindebrandinspektor Matthias Kempf waren extrem schwierig, weil auf die Milseburg nur ein schmaler und sehr holpriger Weg nach oben führt. Deshalb mussten teilweise kilometerweite Löschwasserleitungen mit zwischengeschalteten Pumpen für die drei eingesetzten C-Rohre verlegt werden. Gegen 02:00 Uhr hieß es zwar "Feuer aus", doch die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Um 05:00 Uhr waren noch etwa 50 Männer und Frauen im Einsatz.

Eine Gefahr für die Wallfahrtskapelle auf dem bekannten 835 Meter hohen Berg - der mit seiner trapezartigen Form zu den markantesten Bergen der Rhön zählt und nicht umsonst den Beinamen "Perle der Rhön" trägt - sowie die nicht minder "berühmte" Hütte habe es zu keiner Zeit gegeben, erklärte die Polizei. Bei den Löscharbeiten stürzte auch ein Feuerwehrmann ab ( ca. 7 Meter ) . Suchmannschaften fanden ihn nach etwa 15 Minuten glücklicherweise nur leicht verletzt. Er wurde dort vom Notarzt erstversorgt. Über Ursache und Schadenshöhe des Feuers gibt es keine Informationen.

Mehr als 100 Feuerwehrleute aus der Region waren die Nacht über auf und am Berg im Einsatz. Das besondere Problem waren die Löscharbeiten im Rauch, die fast nur unter Verwendung von schwerem Atemschutz möglich waren. Deshalb wurde auch aus Fulda extra der Abrollbehälter "Atemschutz" von der Feuerwehr Fulda angefordert. Zusätzlich wurden als Ablösung Atemschutzgeräteträger für die Löscharbeiten von den Wehren direkt angefordert. Die Aufräumarbeiten sowie die Reinigung des Gerätes und der Fahrzeuge dauern zur Zeit noch an. Es müssen alleine über 2000 Meter Schläuche gewaschen, getrocknet, aufgerollt und wieder neu verladen werden.

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   © 2017 FFW Hofbieber-Mitte  (Geändert am: 05.11.2017) Archiv     Newsletter     Links     Kontakt     Impressum  
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